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Wodka zum Kennenlernen

Wodka hat es nicht leicht. Und am meisten ist er selbst daran schuld.


Er soll laut moderner Vorstellung möglichst nach nichts schmecken und dennoch veranstaltet man Verkostungsrunden um geschmacksneutrale Spirituosen anhand Ihres Geschmackes mit Medaillen zu schmücken.

Auf der anderen Seite arbeitet das Marketing scheinbar Tag und Nacht um Wodka immer wieder neu ein zu kleiden. Neue Geschichten, Neue Flaschen, Neues Wasser, noch mehr Filterung

Und:

Noch weniger Geschmack für den besseren Geschmack….

Das Rad hört nicht auf sich zu drehen.

Während Gin gleich hergestellt wird, aber seinen Schwerpunkt auf Geschmack fixiert, Reitet er dem Wodka einfach davon.

Die Frage stellt sich hierbei: Für was braucht man geschmacksneutralen Alkohol?

Für den Purgenuss, fällt Genuss logisch gesehen weg. Aber zum Mixen macht Wodka tatsächlich Sinn. Wenn wir Ein Aroma haben und dieses Verstärken wollen, dann ist die Zugabe von Alkohol eine Gute Idee. Der Geschmacksträger Alkohol unterstützt andere Aromen ohne sein eigenes hinzu zu fügen. Auch die Barkeeper lieben Wodka um eigene Produkte für die Bar zu produzieren. Eingelegte Kräuter in Wodka mit etwas Zucker, lassen einen Kräuterbitter entstehen. Mazerierte Früchte in Wodka bringen Himbeeren oder Birnen Liköre hervor. Aber auch bei eigentlich alkoholfreien Genüssen, kann der Wodka mit ein wenig Kraft und Alkohol die Sache verstärken. Ein positiver Effekt ist oft, dass man alkoholische Getränke langsamer und in keinen Schlücken genießt. So konzentriert man sich automatisch mehr auf den Drink, anstatt ihn wie ein Saft gegen den Durst zu Kippen.


Aber die Zeiten der Spirituosen werden besser und besser. Mit den Qualitäten entstehen auch immer mehr Wodka die ihr Merkmal wieder auf den Geschmack zurücklenken. Neben bei angemerkt, reden wir nicht von den Parfümierten und gefärbten Wodka mit vorgetäuschten Erdbeerengeschmack oder den mazerierten Büffelgrashalmen. Wir sprechen von Wodka, der weniger hoch destilliert wurde und den Geschmack des Ausgangsproduktes beibehält.

Und Jetzt können wir wieder von Brenn und Destillierkunst sprechen.