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Der Torf

Die 4. Zutat des Whiskey ist der Torf.



Torf Ist ein Rohstoff, den wir in Mooren finden. Da etwa 20 % Schottlands aus Mooren bestehen, liegt es nahe, dass man hier so viele torfige Whiskeys findet. Torfige Whiskey, verbinden wir nur all zu gern mit Schottland. Der größte Moor in Schottland ist der Deckenmoor. Vor etwa 5.000 bis 7.000 Jahre ist er entstanden und ist voll von zersetzten Pflanzen und Moos-teilen. Wichtig zu wissen ist, dass die Moore in Schottland an verschiedenen Orten liegen, an denen auch immer andere Moos und Pflanzenarten vorkommen. Unterschiedliche Pflanzen geben unterschiedliche Geschmäcker ab. Der genannte Deckenmoor beispielsweise ist reich an Heilkräuter wie Gagelstrauch, Pfeifengras oder Heidekraut.


Ein weiterer Geschmacksfaktor ist die Tiefenlage des Torfes.



Den Oberen Torf, nennt man den Weißtorf mit einem Charakter von Schinkenspeck, Lagerfeuer und loderndem Holz im Vordergrund.

Tief unten gestochener Schwarztorf, hat als Kopfnoten Phenol, Asphalt, Benzin & Krankenhaus. So kann man eigentlich Geschmacklich davon ausgehen, dass der Weißtorf der begehrteste am Markt sei. Doch klar reden wir hier von Geschmäckern und wenn jemand gern Benzin riecht, wird er Schwarztorf lieber mögen.


Das Rauchverhalten von Torf wird weiter unterschieden zwischen Küsten und Festland Torf. So ist der Torf an den Küstenregionen sehr viel mineralischer als der Festlandtorf.


Die Bekanntesten Torfgebiete in Schottland sind:


Islay More

(Würzig, süß-scharf, hoher Phenolgehalt und Guajakakole).


St. Fergus in Aderdeenshire

(würzig, süß-scharf, hoher Gehalt an Phenolen)


Machrihanish-Moor bei Campbeltown

(„Islay“ Qualitäten mit hoher Mineralität)


Hobbister Hill auf Orkney

(würzig süßes Raucharomen)


Tomintoul / Speyside

(hoher Anteil von Kohlenhydrat Derivaten im Rauch)



Eine sehr häufig gestellte Frage ist die, der Nachhaltigkeit. Wenn wir so viele Torflandschaften abbauen und Torf nur 1 mm im Jahr an Masse gewinnt, wird es irgendwann verschwunden sein?



Gestochen wird der Torf in Schottland händisch mit einem paddel-förmigen Gerät (dem Stieker) oder per Maschine. Dabei werden Schicht für Schicht die „Moos-Ziegel“ ausgestochen. Die Haupterntzeit liegt im Mai/Juni, wobei die oberste Schicht wieder auf die bereits beernteten Streifen gelegt wird, um eine mögliche Austrocknung zu verhindern und die Landschaft grün zu halten. Anderenfalls würden unschöne Löcher vom Abbau entstehen. Die Torf-Ziegel (Soden) sind etwa 15 mal 15 cm und zwischen 50 und 60 cm lang. Ein geübter Torfstecher kann an einem Tag rund 1000 Torfstücke stechen.



Doch wie entsteht Torf eigentlich? In den Mooren (englisch Bog´s,) besteht durch die andauernde ständige Feuchtigkeit ein sehr langsamer Zerfall von organischen Material wie Hölzer, Algen, Pflanzen und Moose. Diese Modernde schicht nennt man dann Torf. Ist die Torf-schicht über 30 cm Tief, redet man von einem Moor. Diese Moore haben noch eine weitere wichtige Eigenschaft für die Schotten. Sie filtern das Regenwasser und geben somit klare saubere Wasserquellen für die Herstellung von Whiskey preis.

Die Natur Schottlands ist das Aushängeschild für die Marketingstrategie. Si legt es auch nahe, dass man hier alles so unberührt wie möglich lässt und die Rohstoffe wie Getreide nicht selber anbaut, sondern aus anderen Ländern einkauft. Die Landwirtschaftlichen Flächen Schottlands würden auf der anderen Seite auch nie ausreichen um Whiskey mit einheimischen Rohstoffen zu destillieren.



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