Zutaten &  deren Funktion

1/2 sehr reife Limette = Zitrusquelle
2 cl Zuckersirup = Zuckerquelle
6 cl Cachaça = Spirituose
8 cl Wasser = Wasserquelle

 

Dekoration

Keine

 

Glas:

Metall-Tasse / Tumbler

Kategorie:

Smash / Julep

 

 

HISTORIK:

Ah, der Caipi! Süße Verführung im Glas, flüssiger Samba-Rhythmus, Essenz von Sonne und Leidenschaft. Denken wir. Doch die Herkunft des Cocktails ist weniger romantisch, als sein hübscher Name vermuten ließe. Wörtlich übersetzt bedeutet Caipirinha „kleines Hinterwäldler-Mädchen“, aber kein Mensch weiß heute, warum der Drink so heißt. Es war nämlich nicht der Arbeitsalltag der Zuckerrohrpflücker, den er lindern sollte, sondern der Verlauf einer fiesen Magen-Darm-Krankheit. 1856 findet sich in der Chronik von Paraty, einem verschlafenen Küstenstädtchen 250 Kilometer östlich von São Paulo, das Ur-Rezept des Caipirinha:

„Weil es wegen der anhaltenden Cholera-Epidemie verboten war, Flusswasser zu trinken, begannen wir mittelstarkes Aguardente („Feuerwasser“; gemeint ist der Zuckerrohrschnaps Cachaça) mit Wasser, Zucker und Limettensaft zu mischen.“

Das erzielte offenkundig den gewünschten Effekt.
Heute ist der Ort eine denkmalgeschützte Touristenattraktion. Allerdings nicht nur wegen des Caipirinha. Fast zur gleichen Zeit kam in Paraty noch ein anderes „kleines Hinterwäldler-Mädchen“ zur Welt, das später einmal sehr wichtig werden sollte: Julia da Silva-Bruhns, die Mutter von Heinrich und Thomas Mann.

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